Broken City
Wer jetzt
an einen schwitzenden Mark Wahlberg mit unterkühltem Flic-Pokerface im Thriller «Broken City» denkt – nein, das war nicht, was Rodrigo Silva, Fabio Colombo und Andrés Silva im Kopf hatten, als sie 2017 die gleichnamige Tessiner Brauerei gründeten. Eher – oder sogar ganz sicher – lief an den vielen Abenden, die sie zusammen verbrachten und sich über Craft Beer austauschten, Audioslave im Hintergrund. Und irgendwann kam auch der Song, in dem der Frontsänger Chris Cornell röhrte: «Outside tripping in the broken city, Outside kicking in the broken city»… und das fanden die drei bärtigen Signori irgendwie gut. Broken City! Der Name für ihre Brauerei war gefunden. Klar, es hätte auch Birreria Verzasca oder Maggiore sein können, aber das wären nicht sie. Broken City steht für für das Andere, das Neue, das Unerwartete. Das Verwurzelte auch, das Traditionelle und Urige, aber immer mit einem Twist, mit einer Irritation oder wenigstens einer Überraschung. Broken City ist alles, was nicht «e Stange» ist.
Das merkt
man schon, wenn man die Dosen vor sich stehen hat. «It’s a fight» und «Prisoners of Nothing» kann man da lesen. Oder: «Brutal Minimalism», «The Serenade is dead» oder das zur Abwechslung ganz chillig klingende «Benches on Beaches». Und so vielbedeutend die Namen der Biere anmuten, sie wollen eigentlich gar nichts Bestimmtes sagen – aber zum Nachdenken anregen. Ausgedacht hat sich die Titel Francisca Silva aka Framacho, eine Tattoo-Künstlerin aus New York, mit der Broken City zusammenarbeitet. Von ihr stammen auch die unverkennbar tattooartigen Zeichnungen auf den Dosen.
Wie soll
man Broken City definieren? Ein bisschen Badass, ein bisschen Ausbrechen, ein bisschen Underground. Oder am ehesten: Einfach Anders. Drum hüllt sich die Website auch in grosses Schweigen und macht klar: Wer etwas von den Barboni will, muss schon vorbeigehen. Einen Tap Room gibt’s zwar nicht (noch nicht, sie haben es sich aber in den Kopf gesetzt), aber einen Ort für eine Broken-City-Sause findet sich immer. Dann probieren sie gerne mal Beer-Cocktails aus, experimentieren mit einer Bier-Wein-Combo oder hantieren mit scharfer Chili. Weil nein: Puristen sind sie keine. Do-it-yourself ist ihr Style − macht nix, wenn’s mal schiefgeht. Solange man drüber lachen kann und es beim nächsten Mal – eben − anders macht.
Bei uns zu probieren gibt es
– Broken City Brutal Minimalism Brut IPA 7.1%
– Broken City Little Villains Great Aliens Session Pale Ale 4.5%
Weitere Biere von Broken City führen wir im Intercomestibles Laden

Jack Daniel’s Tasting
Wem die Kälte jetzt schon fies in die Knochen kriecht: Wir haben das Instrumentarium dagegen! Zusammen mit Dettling & Marmot lehren wir Euch in unserem Intercomestibles Laden die wunderbar wabernde Wollsocken-Wärme, die Whisky durch die Blutbahnen jagt. Bei unserer Jack Daniel’s Degustation findet Ihr gleich selbst heraus, bei welchem Elixier es am meisten funkt.
Wir öffnen fünf edle Flaschen aus dem Hause Jack Daniel’s: Die Klassiker Old Nr. 7 und Single Barrel für Neulinge, den Jack Honey für alle mit Halskratzen, den Gentleman Jack nur gegen Schirm und Melone und die brandaktuelle Neuheit Single Barrel Rye gibt’s für alle Whisky-Seeker, die einen Herzensbund mit Roggen-Whisky geschlossen haben.
Martin Hermann von Dettling & Marmot ist vor Ort und erzählt von virtuosen Spirituosen oder was nochmal Aktivkohle mit Tennessee-Whisky zu tun hat. Und wer die Geschichte von Jacks gebrochenem Zeh und dem Tresor noch nicht kennt, ist beim Whiskykenner ebenfalls goldrichtig. Bei ihm gibt’s auf Bestellung auch einen Jack Signature «Lynchburg Lemonade» geschüttelt aus dem Old Nr. 7, Orangenlikör, Zitronensaft und Limonade – spätestens dann lässt uns die Kälte kalt.
Bleibt uns nur zu sagen: Kommt vorbei und leert den Jack-pot!
Jack Daniel’s Degustation
Wann | Freitag, 22. November 2019, 17:00 - 20:00 Uhr
Wo | Intercomestibles, der Laden, Badenerstrasse 74, 8004 Zürich
Das gibt's | 5 Jack Daniel’s Whiskies und Jack Signature Cocktail

Biertasting – Alle Heiligen
Abschalten. In den kühlen Bier-Keller steigen. Einschenken lassen: Tritt ein in unser Kuriositätenkabinett des Feierabendbiers. Spür Trouvaillen auf und probier Unbekanntes von hier und dort. Lass Dir von unseren Bier-Aficionad@s erzählen, was nicht auf der Etikette steht. Sei hemmungslos oder manierlich, auf alle Fälle aber neugierig. Und freu Dich: das Wochenende ist da.
Heiliger Abend
Wir richten unsere Mandorlen, polieren die Kelche und bereiten unseren Gabenaltar für Euch vor: An Allerheiligen wird unser heilige Thom, Schutzpatron aller Beer-Geeks, das Wunder vollbingen und Wasser in Bier verwandeln. Gebenedeit sind seine göttlichen Kenntnisse über Craft Beer, die er christlich mit Euch teilen wird. Andächtig verbringen wir diesen heiligen Abend im gemeinsamen Bier unser. Amen.
Bierdegustation mit Apéro
Zapfmeister | Der heilige Thom, seines Zeichens Gesundbeter und Wanderprediger
Wann | Freitag, 1. November 2019, 17:00 - 20:00 Uhr
Wo | Intercomestibles, der Laden, Badenerstrasse 74, 8004 Zürich
Das gibt's | 5 Biere à 1 dl und viel Feines zum «Bödelen»
Eintritt | CHF 15.00 inkl 10% aufs gesammte Sortiment nur an diesem Abend!

Dietiker Cider
Alle Jahre wieder
Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und wir stimmen uns auf besinnliche Zeiten ein. Erste Kerzen flackern und Guetsli-Rezepte werden aus den Schubladen gefischt; Weihnachten naht!
Ob wir ernsthaft dem verfrühten blinkyblinky X-Mas-Fieber erlegen sind? Nein, war doch nur ein Scherz. Aber! Uns hat der Durst nach Dietiker Cider gepackt. Und den gäbs ohne Weihnachten nämlich nicht. Von vorne:
Morgen Kinder wird’s was geben
Vor rund zwei Jahren ging es Laura und Carlo aus Dietikon ungefähr so: Weihnachten nahte und liess sich nicht aufhalten, Geschenke waren im vertrauten Kreis vermutlich zum x-ten Mal abgeschafft worden, aber trotzdem: Mit leeren Händen will man auch nicht dastehen. Doch alle haben schon alles und drum soll’s was ganz Besonderes sein. Also, was tun? Selber was machen! Aber was?
Die Antwort lag eigentlich ganz nah: nur ein paar Treppenstufen weiter unten im Keller blubberte sie vor sich hin. In seinem Studium der Lebensmitteltechnologie hatte Carlo wenige Jahre zuvor erste Tests mit Hefe und Most gemacht – seit da hatte ihn die Cider-Idee nicht mehr losgelassen. Hie und da setzte er ein Fass an. Und liess sich vom Ergebnis überraschen. Und so stand die Idee: Zu Weihnachten sollte es Cider geben. Aber diesmal richtig. Ohne Überraschungen. Mit kontrolliertem Prozess. Mit erlesener Flasche und schöner Etikette. Und: Der Cider sollte einen Namen bekommen. Eine Geschichte. Eine Identität.
O Tannenbaum
Laura und Carlo haben ihren Cider «DC» genannt. Und für viele Schmunzler unter dem Christbaum gesorgt. Das Akronym steht nicht nur für Dietiker Cider, sondern auch für Dietike City; DC nennt die Dietiker Jugend nämlich ihr Städtli. Einen jungen Namen für ein altes Getränk – denn Laura und Carlo wollen dem Suure Moscht das Verstaubte nehmen. Das Urgetränk neu beleben. Mit Erfolg: Die Beschenkten schmunzelten nicht nur, sie tranken die Flaschen im Nu leer, so sehr schmeckte ihnen der Cider. Noch im selben Winter musste ein weiteres Fass angesetzt werden. Bald schon fragten auch die Bekannten ihrer Freund*innen nach dem vergorenen Most und kurz darauf reichte die Begeisterung so weit, dass Carlo und Laura die Menschen, die ihren Cider tranken, nicht mehr kannten.
In dulci jubilo
Inzwischen produziert das DC-Team, zu dem neu auch Gastronom Robin gehört, 2000 Flaschen pro Monat – rund 30mal mehr als damals zu Weihnachten. Die Glasflaschen haben sich in Tanks verwandelt, Oechsle-Protokolle werden geführt und Carlo könnte man offiziell als Hefemeister bezeichnen. 2018 sind sie aus dem heimischen Keller zur Dietiker Mosterei Bräm umgezogen. Auf der zugehörigen Obstbaumanlage wachsen 17 verschiedene Apfelsorten, die im goldenen Mischverhältnis vermostet und dann während mehreren Wochen zu Cider vergärt werden. In der Mosterei befindet sich auch das streng geheime Tüftellabor, in dem neue DC-Versionen entstehen. Eine davon: Ingwer. Ob der nächste DC mit Früchten, Kräutern oder Gewürzen verfeinert wird? Ist noch nicht spruchreif. Vielleicht verraten die drei an ihrem Stand am Dietiker Weihnachtsmärt ja, in welche Richtung es geht? In diesem Sinne wünschen wir schon jetzt ganz feierlich DC: Drunken Christmas :-)
Jingle Bells – Wettbewerb
Wir lassen die Glocken schon jetzt für Sie klingen und verlosen zusammen mit Dietiker Cider ein üppiges DC-Überraschungspaket – zum Verschenken oder selbst Verschlingen. Schreiben Sie bis zum 6. November 2019 ein E-Mail mit Betreff «DC» an
Schon mal Geschenke besorgen?
Wir führen beide Dietiker Cider im Sortiment.
Teilnahmebedingungen Wettbewerb
Veranstalterin des Gewinnspiels ist die Inter Comestibles 87 AG. Die Teilnahme am Wettbewerb ist gratis und an keine Pflichten gebunden. Die Teilnahme ist für Personen ab 18 Jahren gestattet. Daten werden vertraulich behandelt und nicht an Dritte weitergegeben. Der Wert des Gewinnes wird nicht in Geld ausbezahlt. Der oder die Gewinner*in wird schriftlich benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Tequila Espolòn
Vamos de fiesta!
Sie tanzen vor Wiedersehensfreude, klappern dabei mit den Knochen und schnausen sich am Opferbuffet satt von ihrer weiten Reise aus dem Geisterreich. Am Día de Muertos am
1. und 2. November erwartet man in Mexico die Verstorbenen zurück auf der Erde, um gemeinsam das Leben zu feiern. Um sich bewusst zu werden, dass alles ein Kreislauf ist und der Tod Teil des Lebens. Blumen, wildfarbige Kostüme, schrummige Gitarren-Musik und eine Fülle an Speisen gibt es zum Fest. Und was darf an einem Fest in Mexico niiieee fehlen? Richtig!
Bebamos!
Pulque! Äh, nein – wir meinen eigentlich den anderen Trank aus Agavensaft. Teeeeequiiiilaaaaa! Ja, genau, den. Espolòn Tequila ist zwar nicht ganz so traditionell wie das mexikanische Totenfest, aber dieses Jahr ist schon jubilös: Der Campari-Brand feiert 10 Jahre Bestehen. Da fideln, bechern und grinsen die rassigen Skelette aus der Espolòn-Welt doch gleich noch ein bisschen mehr. Sie sind übrigens inspiriert vom mexikanischen Künstler José Guadalupe Posada, dessen makabere Graphiken der calaveras (Knochenfrauen und –männer) in ganz Mexiko bekannt sind. Und weil es immer einen guten Eindruck macht, wenn man auch etwas mehr zu erzählen weiss über das Getränk, das man gerade trinkt, hier noch ein paar Tequila-Facts:
Sabes?
- Tequila (Villa de Santiago de Tequila) ist eine mexikanische Kleinstadt am Fusse des Volcán de Tequila
- Daher hat der Tequila auch seinen Namen: Er ist im Grunde ein Mezcal aus der Kleinnstadt Tequila, in dessen Umland die Blaue Agave wächst und aus der der «tequilanische Mezcal» hergestellt wurde und wird
- Tequila darf heute noch nur so genannt werden, wenn er aus Agaven produziert wird, die aus den Regionen Michoacán, Nayarit, Jalisco, Guanajuato oder Tamaulipas stammen
- Tequila muss zwingend zu mindestens 51% aus dem Saft der Agave tequilana Weber aka Blaue Weber Agave hergestellt werden
- Agaven gehören zu den Spargelgewächsen – sind also keine Kakteen!
- Der Consejo Regulador del Tequila legt fest, welche Destillerien wirklich echten Tequila herstellen (und ja, Espolòn taucht auch auf dieser Liste auf)
Acción!
Wer am ebenfalls anfangs November stattfindenden Allerheiligen – so heisst der christliche Gedenktag, der zuerst nur den Heiligen angedacht war und später auch alle himmelswürdigen Verstorbenen miteinschloss – ein bisschen mexikanischen Groove verbreiten oder dem Halloween das Düstere austreiben will: Cocktailideen für schlürfige Drinks bietet Espolòn auf der Website, bei uns gibt es den Rohstoff dazu:
Espolòn Blanco, doppelt destilliert
Espolòn Reposado, aus dem Eichenfass
Espolòn Añejo, zehn Monate im Eichenfass und zwei Monate im Whiskyfass gelagert (Bestellartikel)
Wer ein bisschen Extragrusel mit dazu will, holt den Tequila am besten in unserem Intercomestibles der Laden ab. Buh!
Einen Vorgeschmack, warum es sich lohnt vorbei zu kommen, gibt der aktuelle Züri Tipp – man beachte die Bilder. Muchas Gracias Claudia Schmid!
Quellen:
crt.org.mx (Consejo Regulador del Tequila)
Thomas Majhen: Die Barfibel, 2012, epubli GmbH, Berlin


Humbel goes Bar
Von der Beiz zur Bar
Zmittag schnappen, Kafi schlürfen, Zigi zünden, Schnaps stürzen. «So haben wir das früher gemacht», sagt Lorenz Humbel, der Geschäftsführer der Brennerei Humbel. Und früher, das heisst für ihn: in den 80ern. Als die Schnapskultur lebendig war und sich das Verdauerli auch vor Feierabend gut machte. Die Brennerei Humbel – das über 100-jährige Urgestein der Schweizer Destillerien – war schon damals weit über den Herkunftskanton Aargau bekannt und hatte sich etabliert. Humbel Brände wie Pflümli, Chrüter oder der Bure Kirsch wurden allerorts an den Stammtischen ausgeschenkt und zur Brissago gekippt. Achja, eine geistreiche Zeit war das, die 80er. Und heute? «Fertig Schnaps. Trinkt man Cocktails in der Bar», sagt Lorenz Humbel, der die Brennerei in der 3. Generation führt. «Das traut man sich heute! Damals war eine Bar ein komischer Ort, fast ein bisschen zwielichtig». Herr Humbel, man merkt's, vermisst die alten Zeiten. Und drum schnell noch eine Episode:
Von Canache zu Cognac
Zwei Drittel des Kirschs werden heute in der Schweiz gegessen, nicht getrunken. Und zwar in Form von Zuger Kirschtorte, Fondue oder Kirschstängeli. Besonders das Kirschstängeli ist bedeutend für die Brennerei Humbel, es hat den Betrieb sozusagen revolutioniert. Und das kam so: Vor 20 Jahren, als Humbel auf Bio umstellte, hiess es von den Stammtischen her durch die Brissago-Schwaden hindurch: «Schnaps ist doch eh ungesund. Was willst Du denn da mit Bio?!» Und Humbel wurde klar: da is nix zu holen. Aber er hielt an seiner Idee fest, fortan ausschliesslich biologische Produkte herzustellen. Und davon hörten die biologisch wirtschaftenden Conditoreien, sie entdeckten Humbels Bio-Kirsch als Erste. Damit verfeinerten sie ihre Torten, Crèmes, Pralinés, Canache, Mousses – und füllten ihre Kirschstängeli. Und bald wollten sie mehr Rohstoff. Für ihre Williams-Stängeli. Cognac-Stängeli. Rum-Stängeli. Und während so das Humbel Sortiment wuchs…
Von Bure zu Bartender
…schwand die Skepsis gegenüber Bars immer mehr. Das Rauchverbot manifestierte sich. Und die für Bure Schnäpse bekannt gewordene Humbel-Brennerei entschied sich, bartauglich zu werden. So stellen sie heute eigenen Whisky, Rum, Gin oder auch speziell für Mixolog*innen die neue Obstbrand-Barlinie «X» her – 50 der rund 80 Spirituosen stammen aus Eigenproduktion. Daneben zeichnet Humbel mit der Stork-Trophy jedes Jahr das beste Cocktail-Rezept basierend auf einem ihrer «X»-Brände aus. Humbel hat den Sprung vom Stammtisch an den Bartresen definitiv geschafft.
Wir haben vier Spirituosen ausgewählt, die wir allen ans Herz legen, die eine schmucke Hausbar führen, als Bartender hinter dem Tresen stehen oder sonst gerne mit dem Schüttelbecher ausholen. Und gerne schöne Etiketten mögen! Diese vier Exemplare wurden von zwei ausgewählten Grafiker*innen gestaltet, denn Lorenz Humbel ist überzeugt: «Nur wer die Seele eines Produktes erfasst, kann die passende Etikette dazu erschaffen». Jonas aus der Bar 63 (Rum und Chachaça) und Miss Lombardi (Wodka und Gin) haben genau das geschafft. Voilà, und das wären die vier:
White Socks Gin
Sagt man das heut noch, dass alle Argauer*innen weisse Socken tragen? Vor 15 Jahren jedenfalls galt das. Aus dieser Zeit stammt der Aargauer Bio-Gin «White Socks». Aromatisiert mit Wacholder, Minze, Grapefruit, Verveine und Zitrone, wird er komplett bei Humbel in Stetten hergestellt. Bald folgt eine Version, die eine weitere Aargauer-Charakteristik pointiert zelebriert: der White-Socks-Gin mit Rüebli.
Ron de Marinero
Die Bio-Melasse stammt aus Paraguay, woraus der Rum auf der Humbel-Anlage destilliert und später in Eichenfässern gelagert wird. Gewidmet ist er dem Matrosen – Marinero –, denn ohne einen Schuss Fernweh kommt kein Rum aus. Und wer denkt sich bei einem windgeblähten Segelschiff und den wohl leise dazu raschelnden Palmen auf der Etikette nicht bis auf die andere Seite des Ozeans?
Cachaça Iguaçu
In Brasilien hat Lorenz Humbel eine kleine Destillerie entdeckt, die Zuckerrohrsaft aus Bio-Anbau zu einem Cachaça seiner Vorstellung verarbeitet. Damit wagt er auch eines der sogenannten «Cask Adventures», wobei der Cachaça Iguaçu drei Jahre in einem Fass gelagert wird, in dem bereits Kirschen mazeriert wurden.
Wodotschka Wodka
Die Herstellung von Spirituosen aus Grundnahrungsmitteln wie Kartoffeln oder Getreide war in der Schweiz ab dem ersten Weltkrieg verboten. Erst 1999 wurde dieses Gesetz liberalisiert und das Brennen wieder erlaubt. «Wir konnten hierzulande gar keine Wodka-Kultur entwickeln», findet Lorenz Humbel und es ist deshalb sinnlos, selbst einen Wodka zu produzieren. Den Wodotschka – ihm gefiel der Wortklang der doppelten Verneinung von Wodka auf russisch so gut – lässt er in Deutschland aus Gerste herstellen.

Nycha Kombucha
Tee wie Tatendrang
Wenn man Patrick Switzer zuhört, weiss man sofort: Nycha Kombucha ist nur eines von vielen Projekten, die er umgesetzt hat und umsetzen wird. Der Profi-Barista handelt neben seiner Kombucha-Produktion mit Fairtrade-Spezialitätenkaffee und gerade ist er vom Downhill-World-Cup aus Transsilvanien und von den World Roller Games aus Barcelona zurückgekehrt. Bei Patrick muss immer was gehen. Und wenn etwas gar nicht geht, wie das Kombucha-Angebot in der Schweiz, wie er sagt, dann bringt er es einfach zum Laufen. Als Patrick 2015 von Kanada in die Schweiz kam, hat er sich als erstes eine Kombuchakultur angeschafft. Und drauf los gepröbelt.
Tee wie Teamarbeit
Kombucha ist eine symbiotische Kultur aus Bakterien und Hefen, SCOBY (symbiotic culture of bacetria and yeast) genannt. Im gesüssten Grün- oder Schwarztee bauen Hefen Zucker zu Alkohol und CO2 ab. Essigsäurebakterien – Acetobacter aceti ssp. xylinum um genau zu sein – oxidieren den Alkohol wiederum zu Essigsäure. Oder nicht-mikrobiologisch ausgedrückt: Die wissen, wie echte Teamarbeit funktioniert. Gute Kultur! Gleichzeitig mit der Fermentation entsteht die kombuchatypische, gallertartige Masse, die dank des CO2 obenauf schwimmt und als natürlicher Deckel zwei Aufgaben übernimmt: CO2 bleibt drin, unerwünschte Mikroorganismen bleiben draussen. Good Job, SCOBY! Nach rund zehn Tagen bei Raumtemperatur ist die Fermentation abgeschlossen – und das Aromenspiel beginnt:
Tee wie Tapetenwechsel
Wem der Kombucha zu sauer oder zu süss schmeckt, kann Mischungen ausprobieren. Patrick und seine beiden Geschäftspartner Christoph und Michael haben für Nycha mit Quitte-Birne, Ingwer und mit Schweizer Bergkräutern experimentiert. Genau aus dieser Freude heraus, Neues zu erfinden, kommt auch ihr Name: Ny-cha ist die Zusammensetzung aus dem dänischen Wort ny für neu und dem chinesischen Wort cha für Tee. Wichtig ist ihnen auch das Rundumdenken, deshalb stammen alle Zutaten aus biologischem Anbau und werden fair gehandelt. Patrick schwört zudem auf die probiotische Wirkung von Kombucha. «Nycha schmeckt geil und ist gesund. Die Kombi gibt’s nicht oft», sagt er und klingt überzeugt.
T wie Tee
Als neustes Produkt haben sie Getränk Nummer 4, den Nycha Pure, lanciert. Warum sie ausgerechnet die unfrisierte Version erst jetzt bringen, ist simpel erklärt: Die wahre Kunst ist, die Fermentation so zu steuern, dass der Kombucha ohne weitere Zugaben perfekt schmeckt. Reduce zu the max. Das hat drei Lehrjahre lang gedauert. Aber dafür kann sich das Schweizer Kombucha-Angebot jetzt sehen lassen – findet Patrick und ist in Gedanken schon wieder auf dem Skateboard. Oder beim Austüfteln eines Kombucha-Drinks mit Kaffeearoma? Oder…wer weiss das schon so genau. Lassen wir uns überraschen.
Tee wie Tankstelle
Bei uns können Sie Nycha Kombucha tanken: Wir führen alle vier Geschmacksrichtungen in unserem Sortiment.
Öffnungszeiten Getränkehandel
Direktverkauf
Montag - Freitag 9 – 18 Uhr
Samstag 10 – 12:30 Uhr
Bestellannahme
Montag - Freitag 9 – 18 Uhr
Belieferungen
Montag - Freitag 8 – 17 Uhr
Feiertage
Der Direktverkauf bleibt an folgenden Feiertagen geschlossen
Karfreitag
Ostermontag
1. Mai
Auffahrt
Pfingstmontag
1. August
Knabenschiessen Montag
25.+26. Dezember
1.+2. Januar
Lieferservice
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