
Alu Olé
Immer mehr Getränke-Produzent:innen wechseln von der Glasflasche zur Dose, vor allem im Biersektor. Sie ist leichter als Glas und Plastik, schützt vor Lichteinwirkung, ist stabil, bietet viel Platz für Design und wird in der Schweiz zu 90% recycelt. Spricht noch etwas dagegen?
Mehr Dosen
Ganz ohne Zahlen und Studien geht es nicht, wenn von Verpackungen die Rede ist und vor allem, wenn man fürs Alu ein Olé ausrufen will. Denn intuitiv fühlt sich das nicht ganz richtig an, zu fest verankert ist das Wissen um den hohen Energieaufwand, der die Gewinnung von Aluminium aus Bauxit benötigt. Aber warum erlebt die Dose gerade eine Art Reform? Wie kommt es, dass die Verwendung von Dosen im Biersektor in den letzten 10 Jahren in der Schweiz von 34% auf 42% Prozent gestiegen ist und damit das meistgenutzte Verpackungsmaterial bei Bier ist.
Alu vs. Glas
2024 hat Carbotech AG (ein Unternehmen für Umwelt, Nachhaltigkeit und Schadstoffberatung) im Auftrag des Bundesamtes für Umwelt die «Ökobilanz schweizerische Getränkebranche» veröffentlicht. Darin wird die Umweltauswirkung von Getränkeverpackungen untersucht. In dieser Studie wird die Umweltbelastung allerdings nicht absolut angegeben sondern immer in Abhängigkeit der Menge in der eine Verpackung verwendet wird. Schauen wir uns Einweg-Glasflaschen, Mehrweg-Glasflaschen und Aludosen im Biersektor an: 42% Prozent der Biere werden in Aludosen abgefüllt, die 37% der Umweltbelastung ausmachen. Einweg-Glasflaschen hingegen weisen ein Verwendungsvolumen von nur 26% aber mit 50% eine weitaus höhere Umweltbelastung auf – sie schneiden also schlechter ab als Aludosen. Im Vergleich dazu finden Mehrweg-Glasflaschen zu 12% Verwendung und haben eine Umweltbelastung von 8.3 % – sie sind im Grunde die beste Variante für die Umwelt. Wer dieselben Werte für den Softgetränkesektor wissen oder nachlesen möchte, wie es denn um PET steht, weiter unten gibt es einen Link zur Ökobilanz von 2024.
Umweltbelastung der Verpackungssysteme pro Liter Getränk:
Quelle Abbildung: Kägi T., Weiner M. (2024): Ökobilanz schweizerische Getränkebranche, CarbotechAG, im Auftrag von SVUG, BAFU und Verein Getränkekarton-Recycling Schweiz
Mehr recyclen
Die Mehrweg-Glasflasche macht also das Rennen. Trotzdem gibt es noch ein paar Olés für Alu: Alu ist im Vergleich zu Glas leicht und Aludosen können in dichteren Gebinde gepackt werden als Glasflaschen – im Transport sind Dosen also eine gute Lösung. Und während für die Herstellung von Glasflaschen ca. 85% Altglas verwendet wird, kann Alu nahezu gänzlich und ohne Zugabe von «Neuem» Alu rezikliert werden. Aber: Glasflaschen werden zu fast 100% recycelt in der Schweiz, Aludosen «erst» zu 90% – also Leute, da liegt noch Steigerungspotential drin!
Getränk vs. Verpackung
Noch umweltfreundlicher als Alu, Glasflaschen und PET zusammen sind übrigens KEGs und Bag-in-Boxen. Das heisst: Mehr Getränk in weniger Verpackung ist immer noch das Beste und wer sich sein Getränk zapfen lässt, wählt am umweltfreundlichsten. Was man trotzdem nicht vergessen sollte: Das Getränk selbst hat mit 87% immer noch die stärkere Auswirkung auf die Umwelt als seine Verpackung mit 13%.
Das heisst: Lieber Zapfhahn statt Kleinverpackung, lieber lokal statt importiert und wenn Alu, dann bitte recyclen.
Und weil nichts so schön designt werden kann wie Dosen, stellen wir hier unsere wildesten Exemplare von nah vor.
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Quelle:
Kägi T., Weiner M. (2024): Ökobilanz schweizerische Getränkebranche, CarbotechAG, im Auftrag von SVUG, BAFU und Verein Getränkekarton-Recycling Schweiz
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